Die
Zeremonie des Sonnens des Buddha wird
bei 3 tibetischen Festen veranstaltet,
dabei wird das größte
Thangka eines Klosters, darauf ist immer
ein sehr schmuckvoller Buddha abgebildet,
vor einer großen Menge Pilger entrollt,
die sich ehrfürchtig auf den Boden
niederlassen und ihre Gebete sprechen.
Begleitet wird diese magische Atmosphäre
vom Klang der traditionellen langen
Trompeten und dem Geruch nach
Räucherwerk. Die Gläubigen versuchen
außerdem, das eingerollte Thangka mit
der Stirn zu berühren, da dies eine
positive Wirkung haben soll.
Monlam
Die erste Veranstaltung dieser Art
findet am 13.Januar des tibetischen
Mondkalenders statt, während des
Gebetsfests Monlam. Diese religiösen
Festtage sind die wichtigsten des ganzen
Jahres, in deren Rahmen am Morgen des
besagten Tages ein großes Buddha-Thangka
entrollt wird, das in der Morgensonne
magisch strahlt. Außerdem werden
ritueller Tanz, Debatten, Gebete, das
Opfern von Butterskulpturen und eine
Parade mit dem Maitreya Buddha
abgehalten.
Saka
Dawa
Das Sonnen ereignet sich am 8. Tag des
4. Mondkalenders und zelebriert den
Übergang Buddhas ins Nirvana. Das Fest
Saka Dawa ist für Tibeter
Westsichuans am bedeutsamsten, die dann
zuhauf die Pilgerpfade bevölkern. Die
Teilnehmer umrunden hierbei heilige
Stätten, stellen Opfergaben bereit
und beten für den Segen
ihrer Gottheiten, eröffnet wrd das
7-tägige Fest jedoch durch das Ausrollen
eines riesigen Thangkas. |
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Shoton Fest
Am beliebtesten ist
allerdings die Reise zum Sonnen des Buddha am
Shoton Fest, bei dem Lhasa im 6. Mondmonat
von Pilgern regelrecht überlaufen ist. Sie
bieten den Lamas Yoghurt an, bewundern
tibetische Opern aus den verschiedenen Regionen,
aber widmen sich vorher mit der Entrollung des
Thangkas dem faszinierenden Highlight ihrer
Tour.
Dabei
versammeln sich bereits vor Sonnenaufgang
unzählige Pilger am Drepung Kloster und warten
auf den Klang der traditionellen Trompeten.
Sobald dieser ertönt, wird auf dem nahen
Gebeiwoze Berg das berühmte Thangka Shakyamunis
entrollt, welches ein 6-stöckiges Gebäude ohne
Probleme verhüllen könnte. Das farbenfrohe
Seidenbild verleitet die Pilger dazu, sich auf
den Boden zu werfen, um den Gott mit
Haddakschals und Gebeten zu grüßen. Diese
magische Tradition wird in Lhasa bereits seit
dem 11.Jh. begangen und verursacht bei den
meisten Reisenden ein Gefühl tiefen inneren
Friedens. |
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