|
Tibetische Sitten und Gebräuche werden Ihnen zu Beginn
Ihrer Tibet-Reise eventuell etwas kompliziert
erscheinen, sich an ein paar Regeln zu orientieren wird
Ihnen jedoch viel Respekt der Einheimischen
entgegenbringen.
Dennoch wird kein Tibeter von Ihnen
erwarten, alle Regeln zu kennen und unsere
Reisebegleiter werden Ihnen in schwierigen Situationen
gern die wichtigsten Punkte erläutern. Vorab möchten wir
Ihnen einen kleinen Überblick verschaffen.
Alltag
1)Keine
Fotos ohne Erlaubnis: An den meisten religiösen Stätten
ist fotografieren verboten., fotografiert zu werden soll
auch die menschliche Seele schädigen.
2)
Tempel sollten Sie nur nach Erlaubnis und ohne Hut
betreten, keine Altargegenstände berühren und um die
Gebäude nur im Uhrzeigersinn laufen. Außerdem nicht
rauchen, keine Shorts oder kurzen Röcke tragen.
3)
Keine sensiblen Themen wie Politik, Religion,
Fleischverzehr und Heirat ansprechen.
4)
Aus Respekt bei Begrüßungen immer „la“ anhängen
und Tibeter niemals auf dem Kopf berühren.
5)
Die Luftbestattung ist eine der häufigsten
Bestattungsformen, doch Fremden ist es nicht
erlaubt, an Begräbniszeremonien teilzunehmen.
Bleiben Sie bitte diesen Feierlichkeiten fern.
6)
Adler sind heilige Tiere und dürfen nicht
verletzt werden.. Begeben Sie sich außerdem in
der Natur nicht in der Nähe von Ställen auf
Toilette, da Schafe Opfertiere für die Götter
sind.
7)
Tibeter essen kein Fleisch von Pferd, Hund und
Esel, in einigen Regionen keinen Fisch. Werfen
Sie nach dem Essen bitte auch keine Knochen ins
Feuer. |
 |
8)
Beim Betreten eines Hauses nicht auf die Türschwelle
treten. Sind außen bestimmte Zeichen (z.B. roter Stoff,
Feuer, Zweig) sichtbar, betreten Sie das Haus bitte
nicht.
9)
Geschenke nur mit beiden Händen akzeptieren oder mit
vorgebeugtem Körper überreichen (das Geschenk mit beiden
Händen höher halten als der Kopf).
10)
Auf Bergen unbedingt still bleiben: Laute Geräusche
sollen starke Schneefälle, Sturm und Hagel mit sich
bringen.
11)
Beim Essen nicht nach Essen außerhalb der Reichweite
ausstrecken.
Zeremonien
1)
Haddak: Einen Haddak werden Sie an vielen Orten sehen:
Mit diesem Schal drücken Tibeter ihre guten Wünsche aus.
Ein weißer Haddak symbolisiert Reinheit und gute
Beziehungen. Er wird mit beiden Händen genommen, auf
Schulterlevel gehoben, die Hände werden ausgestreckt,
man beugt sich nach vorn und überreicht den Schal dem
Gast. Man sollte ihn mit beiden Händen entgegennehmen
und dann vor den Sitz oder die Füße legen.
2)
Lamas: Trifft man einen Lama, ist umarmen oder Hände
schütteln unangemessen. Stattdessen sollten Sie beide
Hände mit den Fingerspitzen nach oben halten, die
Handflächen vor der Brust aneinander gelegt und den Kopf
gesenkt.
3)
Trinkeinladungen: Als Gast in einer tibetischen Familie
bekommt man vom Gastgeber eine Schale Chang
(alkoholhaltiges Gerstengetränk) überreicht, die man mit
beiden Händen entgegennehmen sollte, dann schnippt man
3x mit dem Mittelfinger etwas Chang in die Luft.
Dies
soll an den Gott des Himmels, der Erde und die Ahnen
erinnern. Nun nippt man 3x, jedes Mal füllt der
Gastgeber die Schale wieder auf.
Ab der 4. Schale wird
jedes Mal komplett ausgetrunken, dies zeigt Respekt. Je
mehr man trinkt, desto glücklicher ist der Gastgeber.
Bekommt man Tee gereicht, sollte man sich aus
Höflichkeit nicht danach ausstrecken.
4)
Hammel: Wird bei einer Einladung zum Essen Hammel
serviert, bekommt der Gast als Zeichen des Respekts
einen Teil des Fleischs aus der Nähe des Schwanzes. Um
Glückverheißung zu zeigen, werden auch Teile des weißen
Fells erhalten. |
|