Einführung im
7. Jahrhundert
Die Entwicklung des
Buddhismus in Tibet geht auf erste Kontakte im
5. Jahrhundert zurück und seine offizielle
Einführung in Tibet kam es im 7.
Jahrhundert
während der Herrschaft des Tubo Königs Songtsan
Gambo.
Der König Songtsan Gambo
förderte den Austausch
mit seinen fortschrittlicheren Nachbarstaaten
und heiratete schließlich die nepalesische
Prinzessin Khridzun und die chinesische
Prinzessin Wencheng. Beide brachten als
Geschenke eine Statue vom
Buddha Shakyamuni
mit, welche jeweils in
Ramoche Tempel und
Jokhang Tempel in Lhasa
untergebracht wurden. Mönche begannen nun mit
der Übersetzung buddhistischer Texte,
der
Buddhismus breitete sich daher von Han-China und
Nepal nach Tibet aus.
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Shakyamuni Statue im
Jokhang Tempel |
Tibetische
Gläubige |
Entwicklung des tibetischen Buddhismus
Nach dem Tode Gambos blühte der Buddhismus erst
wieder unter der Hand seines Urenkels Tride
Zhotsan auf. 710 heiratete dieser ebenfalls eine
chinesische Prinzessin, welche Mönchen die
Verwaltung der Kloster im Tubo Königreich sowie
der der religiösen Aktivitäten übertrug.
Im Zuge des wachsenden buddhistischen Einflusses
kamen indische Mönche nach Tibet, welche
Klosterschüler unterrichteten und die Tonsur
einführten. Gleichsam wurden chinesische Mönche
nach Tibet eingeladen, um Vorträge zu halten.
In den folgenden Dynastien wurde die Verbreitung
des Buddhismus durch den Bau von Klöstern und
die Übersetzung buddhistischer Sutren weiter
vorangetrieben. Gleichzeitig wurde Mönchen ein
stattliches Einkommen und die Teilhabe an der
Regierung gewährt.
Tiefpunkt
Die Minister der Bön,
der
vorherrschenden Religion in Tibet,
fühlten sich daraufhin bedroht, ermordeten den
König und setzten seinen Bruder, Darma, auf den
Thron, unter welchem der Buddhismus stark
unterdrückt wurde. Nach seiner Ermordung durch
tibetische Buddhisten brach ein gewaltsamer
Konflikt zwischen den beiden Religionen los und
verhinderte zunächst eine weitere Verbreitung
des Buddhismus.
Weiterentwicklung
Als im 10. Jahrhundert das Feudalsystem in Tibet einzog,
wurde der Buddhismus durch die einzelnen Herren
gefördert, um die eigene Macht zu stärken. Der
tibetische Buddhismus hatte nach 300-jähriger
Auseinandersetzung mit dem Bön-Glauben
inzwischen einige seiner Charakteristika
übernommen und entwickelte sich nun schneller
denn je. |
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