Im 11. Jahrhundert traten in Tibet
mehrere neue Sekten
vom
Buddhismus
auf, darunter sind Nyingma,
Gatang, Sagya, Gelugpa und Kagyü heute immer
noch von grossen Bedeutung. Die eher schwachen
Strömungen Zhigyed, Gyoyul, Gyonang, Kodrag und
Xalhu verschwanden aufgrund ihrer fehlenden
Unterstützung im Laufe der Zeit.
Im Folgenden finden Sie
Informationen über die
5 am weitesten verbreiteten
Sekten des tibetischen
Buddhismus.
Gelug Sekte (Die
Tugendhaften)
Die Gelugpa entstanden aus
einer Wandlung des tibetischen Buddhismus
heraus, während der höher gestellt Mönche mit zu
großer Macht und einem dekadenten Lebensstil
Rückhalt in der Bevölkerung verloren.
Der
Gründer Tsongkhapa wollte erreichen, dass sich
die Menschen wieder auf buddhistische
Glaubenssätze berufen und verfasste zahlreiche
Schriften & Vorträge. Die Gelugpa waren daher
lange Zeit berühmt für das strenge Einhalten der
buddhistischen Regeln und sind aufgrund ihrer
charakteristischen Hüte auch als
"Gelbmützen"
oder "Gelbe Sekte"
bekannt. Zahlreiche Einrichtungen wie das
Sera Kloster
oder das
Tashilhungo Kloster und die
Reinkarnationssysteme Dalai und Bainqen gehen
auf die Sekte zurück.
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Mönche
der Gelbmützen
. Gelug Sekte |
Mindroling
Kloster . Nyingma Sekte |
Nyingma Sekte (Die Alten)
Die älteste Sekte des Busshismus ist auch als
"Rote Sekte"
bekannt, abgeleitet von den roten
Hüten, welche die Mönche trugen.
Sie nimmt Teile
der Bön Religion auf, verfolgt jedoch vor allem
die Lehre des Tantrismus, stark beeinflusst vom
Han-chinesischem Zen-Buddhismus. Heute ist die
Nyingma Sekte nicht nur im tibetischen
Kulturkreis, sondern auch in anderen asiatischen
Staaten, Teilen Europas und der USA verbreitet.
Gatang Sekte
Diese Lehre konzentriert sich auf esoterische,
später vor allem tantrische Elemente, der
Buddhismus sollte streng nach der Lehre Buddhas
ausgeführt werden. Aufgrund der Verbreitung der
Gatang Strömung hatte diese auch großen Einfluss
auf verschiedene tibetisch-buddhistische Sekten,
verschwand jedoch mit dem Aufkommen der
Gelugströmung.
Sakya Sekte (Sekte des
weißen Lands)
Die Sakya
Sekte stammt aus
dem 18. Jahrhundert und ist daher noch relativ jung, der
Name bezieht sich auf das helle
Sakya Kloster,
das Hauptkloster der Sekte. Aufgrund der bunten
Wandmalereien des Gebäudes werden sie jedoch
auch als "Streifen Sekte" bezeichnet.
Als
wichtigste Persönlichkeiten gelten die
sogenannten "5 Sakya Vorfahren", welche den
Einfluss der Lehre ausgeweitet und sich den
chinesischen Kaisern untergeben haben.
Kagyü Sekte (Sekte der mündlichen
Überlieferung)
Die Sekte konzentriert sich auf den
Tantrismus und die mündliche Überlieferung
tantristischer Glaubenssätze von Generation zu
Generation. Bald nach der Gründung im 11.
Jahrhundert
teilte sich die Strömung in Xangba Kagyü, welche
einen starken Niedergang erlebte und Tabo Kagyü,
die lokal große Macht konzentrieren konnte. |
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