Dieses bekannte 6-silbige Mantra ist
eine Lobeshymne auf den buddhistischen Bodhisattva des Mitgefühls
Avalokiteshvara, den Schutzpatron Tibets, platziert zwischen den
Silben "Om" und "Hum". Es soll schon im 5. Jahrhundert nach Tibet
gelangt sein, als dort der König Lha Thothori Nyantsen regierte. Es
ist das älteste und bis heute populärste Mantra in dem tibetischen
Kulturraum.
Religiöse Bedeutung
Om symbolisiert den Körper aller Buddhas und ist der Anfang nahezu
jeden Mantras. Mani bedeutet auf Sanskrit "Juwel" und bezieht sich
auf das Attribut, welches Chenrezig in seinen beiden mittleren
Händen hält. Pad Me bedeutet auf Tibetisch "Lotos", diesen hält er
in einer der linken Hände. Hum symbolisiert die Gedanken aller
Buddhas und ist das Ende vieler Mantras.
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6-silbige
Mantra auf Felsen |
6-silbige
Mantra auf
Schmuck |
Jede Silbe schließt außerdem symbolisch eine der
Türen zur schmerzhaften Wiedergeburt in den 6
Reichen der Götter, Halbgötter, Menschen, Tiere,
hungrigen Geister und Höllen, auch Samsara
genannt.
Von Bedeutung ist auch der Reinigungseffekt
jeder Silbe. Ebenso kann jeder Teil als
eigenständiges Gebet gesehen werden und richten
sich jeweils an Körper, Sprache, Gedanken,
Qualitäten und Aktivitäten der Buddhas. Die 6
Silben beziehen sich außerdem auf die Paramitas,
die transzendenten Tugenden Großzügigkeit,
Ethik, Geduld, Sorgfalt, Konzentration und
Weisheit. Sie beherrschen auch die 6
Buddhafamiien Ratnasambhava, Amoghasiddhi,
Vajradhara, Vairocana, Amitabha und Akshobya.
Jeder Silbe wird zudem eine charakteristische
Farbe zugeordnet. Diese sind weiß (Om), gelb
(Ni), grün (Ma), blau (Pad), rot (Me) und
schwarz (Hum).
Die einzelnen Abschnitte symbolisieren jeweils
eine der 6 Weisheiten: Gleichmut, Aktivität, die
Weisheit selbst, die Weisheit aus dem
Dharmadhatu, die diskriminierende Weisheit und
die spiegelartige Weisheit.
Aus der Rezitation des 6-silbigen Mantras kann
der Einzelne daher großen Nutzen ziehen. Die
Stärke des Gebets ruft den Segen aller Buddhas,
um Lebewesen von ihren Leiden zu befreien, so
auch geliebte Menschen, wenn Gläubige ihnen das
Mantra widmen. Die Tore zu den 6 Reichen des
Samsara schließen sich und Chancen auf eine
positive Wiedergeburt werden erhöht.
Ein weiterer Segen bietet die Entfernung des
negativen Karmes und Reinigung von schlechten
Eigenschaften wie Gier, Wut und Unwissenheit.
Die heilige Rede Buddhas verstärkt außerdem
positive Verdienste und die Kraft des
Mitgefühls.
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